C D U – F R A K T I O N

IM RAT DER GEMEINDE NIEDERKRÜCHTEN

CDU-Fraktion, Mittelstraße 122, 41372 Niederkrüchten

Herrn Bürgermeister
Herbert Winzen
Laurentiusstraße 19

41372 Niederkrüchten

Niederkrüchten, 28.10.2008

Betr.: Verkehrsberuhigung der Alten Zollstraße

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten möge beschließen:

1. Die "Alte Zollstraße" wird zur Tempo-30 Zone erklärt

2. Die "Alte Zollstraße" wird durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch Verengung der Fahrbahn, verkehrsberuhigt

3. Auf der "Alten Zollstraße" gilt künftig ein Parkverbot für LKW

Begründung:

Die Alte Zollstraße ist insbesondere in dem Teilstück zwischen Araltankstelle und Nollesweg in erheblicher Breite ausgebaut. Der großzügige Straßenausbau hat bereits in der Vergangenheit immer wieder Autofahrer zu erheblich überhöhter Geschwindigkeit veranlasst. Pläne zur Verkehrsberuhigung dieses Teilstücks scheiterten bisher vor allem an der Notwendigkeit, den Schwerlastverkehr zu den Gewerbegebieten im ehemaligen Bundeswehrdepot und an der Industriestraße zu ermöglichen.

Durch den Weiterbau der A 52 wird im Frühjahr 2009 eine geänderte Situation entstehen, die im Interesse der Anlieger der Alten Zollstraße und ihrer Nebenstraßen genutzt werden sollte. Der Schwerverkehr des Gewerbegebietes Industriestraße und die Fahrzeuge des Betriebes Lenshen am Nollesweg benötigen zukünftig nicht mehr die Verbindung über die Alte Zollstraße, sonder können über den Nollesweg direkt die B230 und die A52 erreichen. Die Bewohner des Viertels "Op dem Felde" sind bei Fertigstellung der neuen Streckenführung ebenfalls nicht mehr auf Verbindung über die Alte Zollstraße angewiesen.

Die zukünftig verminderte Beanspruch der alten Zollstraße eröffnet die Möglichkeit, den Interessen der Anlieger der Alten Zollstraße und ihrer Nebenstraßen (insbesondere Birkenweg, Holunderweg, Amselweg und Lerchenweg) auf Verkehrsberuhigung der Alten Zollstraße endlich Rechnung zu tragen.

Eine durchgreifende Verkehrsberuhigung der Alten Zollstraße ist im Übrigen auch notwendig, um berechtigten Sorgen der Anwohner zu begegnen, wonach nach Fertigstellung der A52 ein zusätzlicher Durchgangsverkehr Richtung Autobahn einsetzen könnte. Berufspendler und Berufsfahrer werden wohl kaum den zeitaufwendigen Weg durch ein verkehrsberuhigtes Gebiet wählen.

Das Parkverbot für LKW sollte wegen aktueller Dringlichkeit vordringlich realisiert werden. Bereits seit längerer Zeit werden viele Anwohner durch nachts und am Wochenende abgestellte LKW erheblich belästigt. Die bisherigen Versuche der Gemeindeverwaltung, durch gütliche Einwirkung auf die Speditionen eine Besserung zu erreichen, haben zu keiner spürbaren Änderung geführt.

Die Gemeindeverwaltung sollte in Zusammenarbeit mit der Verkehrsberuhigung der Alten Zollstraße auch prüfen, ob es möglich ist, das Gewerbegebiet im alten Bundeswehrdepot verkehrstechnisch direkt an die Industriestraße anzubinden, so dass auch insoweit zukünftig eine Beanspruch der Alten Zollstraße vermieden werden könnte.


Mit freundlichen Grüßen

gez.
Franz Jansen
Fraktionsvorsitzender