C D U – F R A K T I O N

IM RAT DER GEMEINDE NIEDERKRÜCHTEN

CDU-Fraktion, Buchenweg 9, 41372 Niederkrüchten

Herrn Bürgermeister
Herbert Winzen
Laurentiusstraße 19

41372 Niederkrüchten

Niederkrüchten, 22.10.2009

Betr.: Antrag der Fraktion der CDU
Ideenwettbewerb für eine Folgenutzung des britischen Militärgeländes

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

  1. Vorbemerkung
  2. Die Firma ReEnergie Niederrhein GmbH hat am 22.09.2009 ihr Konzept für eine Folgenutzung des britischen Militärgeländes vorgestellt. Das kreative und innovative Konzept der Firma vermittelt einen überaus positiven Eindruck. Es ist zu wünschen, dass die Gemeinde bei einer Entscheidung über die Folgenutzung des Geländes aus einer Reihe derartiger Vorschläge auswählen kann, um die optimale Lösung für diese gewaltige Aufgabenstellung zu finden.

    Zum jetzigen Zeitpunkt sollte zunächst ein Grundkonsens im Rat über die Art und Weise der Folgenutzung hergestellt werden. Dem dienen die in Ziffer II nachfolgend genannten Feststellungen.

    Weiterhin sollte der Kreis Viersen aufgefordert werden, für die Gemeinde und unter ihrer engen Beteiligung einen Ideenwettbewerb zu initiieren, der Wege für eine optimale Folgenutzung aufzeigt.

  3. Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten stellt fest:

Die Frage der Folgenutzung des britischen Militärgeländes stellt eine wesentliche Weichenstellung für die Zukunft der Gemeinde Niederkrüchten dar. Die weitere Nutzung des Militärgeländes hat entscheidende Auswirkungen sowohl auf die wirtschaftliche Entwicklung wie auf die künftige Lebensqualität der Gemeinde.

Eine Folgenutzung des Militärgeländes hat sich an folgenden Eckpunkten zu orientieren:

  1. Markenzeichen der Gemeinde Niederkrüchten sind der Wald und die Naturnähe. Folgenutzungen auf dem Militärgelände dürfen den Naherholungswert nicht schmälern, sondern müssen zum Markenzeichen passen.

  2. Die im Umfeld des Militärgeländes wohnenden Bürger der Gemeinde Niederkrüchten haben in den Jahrzehnten der fliegerischen Nutzung massive Lärmbelästigungen hinnehmen müssen. Der Neubau der A 52 bis zur niederländischen Grenze hat für viele Bürger erneut erhebliche Lärmbelästigungen und Eingriffe in das Wohnumfeld zur Folge. Eine Folgenutzung des Militärgeländes hat von der Prämisse auszugehen, dass den Bürgern zusätzliche Umweltbelastungen nicht mehr zuzumuten sind.

  3. Innerhalb der unter 1. und 2. skizzierten Grenzen ist die Gemeinde Niederkrüchten in hohem Maße an der Ansiedlung von Dienstleistung, Handel und produzierendem Gewerbe auf dem Militärgelände interessiert. Die Gemeinde verfügt zurzeit über eine nur unzureichende eigene Finanzkraft und eine ungenügende Anzahl von Arbeitsplätzen. Hier gilt es, die Chancen der Privatisierung des Militärgeländes zu nutzen.

  4. Die Gemeinde Niederkrüchten ist nur sehr bedingt an zusätzlichen Wohngebieten interessiert. Mit dem Malerviertel und dem Heineland verfügt die Gemeinde über genügend eigenes Bauland, um den Bedarf auf absehbare Zeit abdecken zu können.

  5. Die Gemeinde Niederkrüchten hat ein hohes Interesse, die Chancen der Umnutzung des Militärgeländes für zukunftsweisende und innovative Impulse zu nutzen. Folgenutzungen, die das positive Erscheinungsbild der Gemeinde verstärken und ihre Zukunftsfähigkeit verbessern, sind stets der Vorzug zu geben.

  1. Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten beschließt:

Der Kreis Viersen wird aufgefordert, gemeinsam mit der Gemeinde Niederkrüchten einen Ideenwettbewerb durchzuführen, dessen Ergebnisse anhand der o.g. Eckpunkte bewertet werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Werner Hommen

und die Fraktion der CDU