Niederkrüchten, den 08.02.2017

 

Antrag

der Fraktion der CDU


Umbau der Kreuzung An Felderhausen/Erkelenzer Straße/Friedensstraße/Mittelstraße zum Kreisverkehrs-platz


I. Vorbemerkung:

Von Anwohnern und Verkehrsteilnehmenden gibt es seit langer Zeit Klagen über die Ampelregelung am Kreuzungspunkt An Felderhausen/Erkelenzer Straße/Friedensstraße/Mittelstraße in Niederkrüchten. Grund zur Klage sind vor allem die langen Wartezeiten an den Ampeln, Lärm und Luftverschmutzung.
Städte und Gemeinden gehen vermehrt dazu über, Ampelkreuzungen durch Kreisverkehre zu ersetzen. Während in den 60er-Jahren und in den Folgejahren Verkehrsplaner eher auf eine klare Ordnung mit Ampeln gesetzt haben, hat in den vergangenen 10 bis 15 Jahren ein Umdenken eingesetzt. Bundesweit werden immer mehr Kreuzungen durch Kreisel ersetzt. Kreisel verbessern die Verkehrsablauf und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden. So ergab eine Untersuchung im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer (UDV) an 100 Kreisverkehren in ganz Deutschland, dass Kreisel innerorts ein deutlich höheres Sicherheitsniveau erreichen als einfache Kreuzungen oder Ampelkreuzungen.
Vor allem der kleine Kreisverkehr gilt als sehr sicher. Er wird einspurig befahren, hat einen Durchmesser von mindestens 26 Metern und eine fest eingefasste Kreisinsel, die meist mit Sträuchern bepflanzt ist. Dies hat nicht nur optische Gründe, sondern soll vor allem die Sichtachse der Autofahrer zur gegenüberliegenden Ausfahrt unterbrechen. Der Hügel in der Kreiselmitte unterstützt damit den Charakter der Kreisbahn und soll den Autofahrer zusätzlich einbremsen. Das Tempo in Kreiseln liegt selten über 25 Kilometer pro Stunde.
Immer beliebter werden die sogenannten Minikreisverkehre mit Durchmessern zwischen 13 und 22 Metern, die bevorzugt in kleineren Ortschaften gebaut werden. Besonderheit ist die vollständig überfahrbare Kreisinsel, wozu Busse und Lastwagen berechtigt sind.
Bei einem Kreisel sind die einmaligen Baukosten zwar höher, jedoch fallen bei einer Ampel laufende Betriebskosten wie Strom und Wartung an.
Die CDU-Fraktion hat am 14.09.2016 beantragt, die notwendigen Schritte einzuleiten, um an innerörtlichen Straßen Radwege einzurichten. Dazu zählen auch die Straßen An Felderhausen, Erkelenzer Straße und Mittelstraße. Deshalb sollte die Führung des Radverkehrs in die Überlegungen zum Umbau der Kreuzung einbezogen werden. Es ist auch zu prüfen, ob Fördermittel des Bundes und des Landes für den kommunalen Straßen- und Radwegebau beantragt werden können.


II. Der Rat der Gemeinde Niederkrüchten beschließt:

Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, mit dem Straßenbaulastträger (Landesbetrieb Straßenbau NRW) Möglichkeiten zum Umbau der Kreuzung An Felderhausen/Erkelenzer Straße/Friedensstraße/Mittelstraße zum Kreisverkehrsplatz zu erörtern und dem Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschuss bis September 2017 über Ergebnisse zu berichten.

Johannes Wahlenberg

und die Fraktion der CDU