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Die CDU-Niederkrüchten sieht mit Sorge die schwierige Entwicklung des Haushalts der Gemeinde Niederkrüchten. 

CDU Niederkrüchten
Der Fraktionsvorsitzende der CDU Niederkrüchten, Johannes Wahlenberg, wies in seiner Rede anlässlich der Verabschiedung des Haushalts durch den Rat nochmals detailliert auf die einzelnen Problembereiche für die aktuelle und die sich verschärfende finanzielle Situation im Haushalt in den kommenden Jahren hin. 
Letztlich war seine Forderung zur Wiedereinsetzung der Arbeitsgruppe „Haushaltskonsolidierung/ Einsparung“ nur folgerichtig, will man den zumindest mittelfristigen Weg in die Haushaltssicherung vermeiden. 
Eine wesentliche Ursache für die haushaltstechnische Misere der Gemeinde ist die aus Sicht der Bürger nicht zu beanstandende Entscheidung für die Sanierung des Freibades . An dieser Entscheidung ist nicht zu rütteln und auch vollumfänglich von den politischen Parteien zu akzeptieren. 
Die CDU ist immer für ein interkommunales Bad eingetreten und hat dieses Projekt maßgeblich gefördert. Realpolitik zum Wohle des Bürgers und der Gemeinde bedeutet aber auch, die Konsequenzen für den Haushalt nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch in den politischen Handlungsspielräumen zu berücksichtigen: Dadurch wurde unter anderem deutlich, dass sich die Gemeinde zwei Bäder nicht wird leisten können; eine Position, die die CDU auch stets mit Blick auf die Zukunft der Gemeinde zum interkommunalen Bad immer vertreten und verdeutlicht hat: „ Nur wenn die Finanzierung der beiden Bäder gesichert ist, wäre das Projekt eines interkommunalen Bades überhaupt zu realisieren.“ hieß es damals. Das nun durch den Haushalt der Verwaltung vorliegende Desaster war eindeutig vorhersehbar. An dieser Aussage ändert auch der bereits zugesicherte Förderbetrag von 2,7 Mio. € für die Sanierung des Freibades in Alt-Niederkrüchten substantiell nichts. Das derzeitige Defizit von 2,5 Mio. Euro zehrt bereits jetzt die Ausgleichsrücklage nahezu auf. Auch die für die nächsten Jahre prognostizieren weiteren erheblichen Defizite lassen keinen Spielraum für ein weiteres Projekt dieser Größenordnung zu. Die CDU-Niederkrüchten steht nach wie vor für eine ausgewogene Haushaltspolitik. 
Erstaunlich ist, dass Parteien und Wählergemeinschaften, die im letzten Jahr in diversen Veranstaltungen und Publikationen ebenso die oben zitierten Positionen auf der Basis der offiziellen Zahlen der Verwaltung vehement vertreten haben, nun plötzlich, trotz der dramatischen Entwicklung des Haushaltes laut der Kämmerin, ihre Meinung geändert und sowohl die Sanierung als auch die Entwicklung eines interkommunalen Bades für möglich erachten. Welche finanziellen Quellen kennen diese, aber die Verwaltung nicht?
Überdies ist nach derzeitiger Lage eine Förderung eines interkommunalen Bades über die Mittel zur Industriebrachensanierung hinaus ausgeschlossen, während andere Optionen durchaus förderfähig sind. 
Und deshalb fordern die CDU und Bündnis 90/Die Grünen in einem gemeinsamen Antrag die Verwaltung auf, zeitnah in entsprechende Gespräche mit der Nachbargemeinde Brüggen einzutreten. Es sollen Alternativen zum interkommunalen Bad, etwa in Form einer kommunalen Entgeltbeteiligung bei Nutzung des Brüggener Bades zum Schwimmen oder Schulschwimmen durch Niederkrüchtener Bürger, entwickelt werden. Das bedeutet auch den Beschluss des Rates vom 09.11.2021 zur Errichtung eines interkommunalen Bades aufzuheben. Das auch deshalb zeitnah, um nach Jahren des Wartens den Brüggener Bürgern und deren Verwaltung im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit eine klare Perspektive zu geben. 
   

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